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Magnesiumstearat – 2 Mythen über das Hilfsstoff und was die Wissenschaft wirklich sagt

Magnesiumsalz aus Speisefettsäuren

Magnesiumstearat Hilfsstoff NEM_Beterskupp Zutatenwissen

Wer die Zutatenlisten von Nahrungsergänzungsmittel liest, stößt früher oder später auf einen Begriff, der seit Jahren für Diskussionen sorgt: Magnesiumstearat. Mancherorts wird der Stoff als unnötig oder gar bedenklich dargestellt. Auf anderen Seiten heißt es, er sei völlig harmlos.

Was stimmt nun wirklich? Wir schauen uns die Fakten nüchtern an.

In diesem Beitrag

Stoff

Magnesiumstearat (E470b)

Typische Menge

3–15 mg pro Kapsel (< 2 % der Gesamtmasse)

Anderen Namen

Magnesiumsalz aus Speisefettsäuren

EFSA-Status

Zugelassen | Kein ADI-Wert erforderlich | Seit Jahrzehnten in Lebensmitteln und Arzneimitteln eingesetzt

Funktion in NEM

Fließmittel, verhindert Verkleben an Maschinenteilen, Dosiergenauigkeit

Transparenz

Vollständig deklariert auf allen Produktetiketten

Zusammensetzung

Ca. 96 % Stearinäure (gesättigte Fettsäure) + ca. 4 % Magnesium

In Beterskupp® - Produkten ►

Ornungholt+, Starkholt+, Sielbalm Harmonie+, Schildtrank+, Kraftdeel Mg+

Was ist Magnesiumstearat – und wozu dient es?

Eines der am längsten und gründlichsten untersuchten Fließmittel der Lebensmittelbranche

Magnesiumstearat (E470b) ist ein weißes, geruchloses Pulver, das aus zwei bekannten Bestandteilen besteht: zu 96 % aus Stearinsäure – einer gesättigten Fettsäure, die natürlicherweise in Lebensmitteln wie Kakaobutter, Kokosöl oder magerem Rindfleisch vorkommt – und zu 4 % aus Magnesium. In der Kapselproduktion erfüllt der Stoff eine rein technische Aufgabe: Er verbessert die Fließeigenschaften der Pulvermischung, verhindert das Verkleben an Maschinenteilen und sorgt für eine gleichmäßige, präzise Befüllung jeder einzelnen Kapsel.

Ohne solche Hilfsstoffe wäre eine konstante Dosierung und gleichbleibende Produktqualität in der industriellen Herstellung kaum erreichbar. Magnesiumstearat ist dabei eines der am längsten und gründlichsten untersuchten Fließmittel der Branche – mit Jahrzehnten sicherer Anwendung sowohl in der Lebensmittel- als auch in der Pharmaindustrie.

Woher kommt der schlechte Ruf?

Die Mäuse-Studie von 1990 – und warum sie für Menschen nicht gilt

Ein großer Teil der Kritik an Magnesiumstearat lässt sich auf zwei Studien zurückführen, die in der Diskussion immer wieder auftauchen und häufig falsch interpretiert werden.

Die Mäuse-Studie von 1990_Beterskupp Zutatenwissen

In einer Studie aus dem Jahr 1990 (Tebbey & Buttke) wurden Immunzellen von Mäusen isoliert und in einer Petrischale direkt in Stearinsäure gebadet – also in vitro, außerhalb eines lebenden Organismus. Das Ergebnis: Die T-Zellen der Mäuse nahmen die Stearinsäure in ihre Zellmembran auf, was zur Destabilisierung und zum Absterben der Zellen führte.

Drei entscheidende Punkte wurden in der öffentlichen Diskussion fast vollständig ignoriert:

Fazit zur Mäuse-Studie

Diese Studie sagt über die Sicherheit von Magnesiumstearat in Nahrungsergänzungsmitteln für Menschen nichts aus !

Die Bioverfügbarkeits-Frage

Ein weiterer häufig genannter Vorwurf lautet – „Magnesiumstearat könne die Aufnahme von Wirkstoffen im Körper verhindern“.

Auch hier ist Genauigkeit gefragt: Eine in-vitro-Studie (in einer Petrischale) von 2007 zeigte, dass sich Tabletten mit Magnesiumstearat in künstlicher Magensäure etwas langsamer auflösten. Die Autoren selbst betonten jedoch, dass daraus keine Schlussfolgerungen für die tatsächliche Bioverfügbarkeit beim Menschen gezogen werden dürfen.

Und tatsächlich: In Studien mit Probanden, bei denen Blutwerte gemessen wurden, zeigte sich kein Unterschied in der Wirkstoffaufnahme.

Beterskupp® – Qualität, die du lesen kannst

Bei Beterskupp® legen wir höchsten Wert auf Transparenz. Jeder Hilfsstoff, der in unseren Produkten zum Einsatz kommt, ist sorgfältig geprüft, funktional begründet und in der kleinstmöglichen Menge eingesetzt – damit du weißt, was du nimmst.

5 Fakten zu Magnesiumstearat

Die moderne Forschung_Beterskupp_Zutatenwissen

Was sagt die Wissenschaft wirklich?

Kein ADI-Wert – kein Grenzbedarf

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Magnesiumstearat (E470b) bewertet und keinen ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) festgelegt. Das bedeutet, dass die Behörde keinen sicherheitsrelevanten Grenzwert für nötig befunden hat. In Tierstudien trat erst ab einer täglichen Zufuhr von 2.500 mg pro Kilogramm Körpergewicht ein Effekt auf – eine Menge, die bei normaler Anwendung völlig unrealistisch ist. Eine 70 kg schwere Person müsste rein rechnerisch täglich 175 Gramm reines Magnesiumstearat aufnehmen, um diesen Grenzwert zu erreichen. Eine einzelne Kapsel enthält typischerweise zwischen 3 und 15 Milligramm.

Magnesiumstearat wird im Körper in seine Bestandteile zerlegt: Magnesium und Stearinäure – beides Stoffe, die natürlicherweise in der Nahrung vorkommen und normal verstoffwechselt werden.

Hinweis:

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Verbraucheraufklärung. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Wissenswertes rund um Magnesiumsalz aus Speisefettsäure

Hilfsstoff ist nicht gleich Wirkstoff

Hilfsstoffe wie Magnesiumstearat erfüllen technische Aufgaben bei der Herstellung. Sie haben keinen pharmakologischen Effekt und werden vom Körper in ihre Bestandteile – Magnesium und Stearinäure – zerlegt und normal verarbeitet.

In vitro vs. in vivo

In vitro“ bedeutet: außerhalb eines lebenden Organismus, z. B. in einer Petrischale. „In vivo“ bedeutet: im lebenden Körper. Ergebnisse aus In-vitro-Studien lassen sich nicht automatisch auf den Menschen übertragen – das ist ein wissenschaftlicher Grundsatz, der bei der Bewertung von Studien immer beachtet werden sollte.

Schon gewusst?

Der menschliche Körper kann Stearinäure in Ölsäure umwandelndieselbe Fettsäure, die Olivenöl so wertvoll macht.

Mäuse können das nicht. Genau hier liegt der entscheidende Fehler der oft zitierten Studie von 1990.

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Bei Beterskupp® legen wir höchsten Wert auf Transparenz. Jeder Hilfsstoff, der in unseren Produkten zum Einsatz kommt, ist sorgfältig geprüft, funktional begründet und in der kleinstmöglichen Menge eingesetzt – damit du weißt, was du nimmst.

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