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Coenzym Q10 – 5 kraftvolle Fakten über das Zell-Kraftwerk-Molekül

Ubichinon (2,3-Dimethoxy-5-methyl-1,4-benzochinon)

Coenzym Q10 Ubichinon – Beterskupp Zutatenwissen Rüümklar

Es gibt Moleküle im menschlichen Körper, die so fundamental sind, dass keine einzige Zelle ohne sie auskommt. Coenzym Q10 – auch bekannt als Ubichinon oder Q10 – ist eines davon. Es ist in den Mitochondrien jeder menschlichen Zelle vorhanden und spielt eine zentrale Rolle bei der Produktion von ATP, dem universellen Energieträger aller Lebewesen.

Entdeckt 1957 von Frederick Crane an der University of Wisconsin, hat Q10 in den folgenden Jahrzehnten enormes wissenschaftliches Interesse auf sich gezogen. Und auch wenn Coenzym Q10 nicht aus einer pflanzlichen Tradition stammt wie viele andere Zutatenwissen-Ingredienzien – die Geschichte seiner Entdeckung und seiner Bedeutung für das Leben ist ebenso faszinierend.

In diesem Beitrag

Zutat

Coenzym Q10 (Ubichinon)

Natürliche Nahrungsquellen

Innereien (Herz, Leber), Rindfleisch, Sardinen, Makrelen, Erdnüsse

Chemische Bezeichnung

Ubichinon (2,3-Dimethoxy-5-methyl-1,4-benzochinon)

Zwei Formen

Ubiquinon (oxidiert, klassische Form) · Ubiquinol (reduziert, aktive Form)

Typ

Fettlösliches Vitamin-ähnliches Coenzym

Besonderheit

Kommt in jeder menschlichen Zelle vor – „Ubichinon“ = „überall vorkommend“

Körpereigene Produktion

Ja – nimmt ab dem ca. 20. Lebensjahr ab

Ernährungsgeschichte_Beterskupp_Zutatenwissen

Q10 in der Ernährungsgeschichte

Innereien – das intuitive Wissen um die Q10-Quellen

Bevor Coenzym Q10 1957 isoliert und identifiziert wurde, wussten Menschen weltweit intuitiv um den besonderen Wert bestimmter Nahrungsquellen, in denen es konzentriert vorkommt. Herzfleisch und Leber – die natürlichsten Quellen von Q10 im menschlichen Ernährungsplan – hatten in nahezu allen Kulturen einen besonderen Status.

In der westlichen Ernährungsgeschichte galt Leber jahrhundertelang als das nährstoffreichste Lebensmittel. Mütter gaben ihren Kindern Lebergerichte zur Stärkung, Sportler aßen Herz und Leber für Ausdauer und Kraft. Dieses intuitive Wissen um die energetisierende Qualität dieser Nahrungsquellen findet in der modernen Biochemie eine faszinierende Erklärung.

Sardinen und Makrelen – kleine fette Meeresfische, die in Mittelmeerküchen und nordeuropäischen Ernährungstraditionen eine wichtige Rolle spielten – sind ebenfalls natürliche Q10-Quellen. Die Mittelmeerdiät, heute als eine der gesündesten Ernährungsformen der Welt anerkannt, enthält von Natur aus nennenswerte Q10-Mengen.
In der TCM_Beterskupp_Zutatenwissen

Q10 in der TCM

Herz-Nahrung und Qi-Energie

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wurde das Herz als der Sitz des Geistes (Shen) betrachtet – das wichtigste Organ, das alle anderen koordiniert. Die Ernährung des Herzens – im wörtlichen und übertragenen Sinne – hatte in der TCM daher höchste Priorität.

Nahrungsmittel, die dem Herzen zugeordnet wurden, galten als besonders wertvoll für Energie und Vitalität. Herzfleisch selbst – in der TCM nach dem Prinzip „gleiches ernährt gleiches“ als Nahrung für das Herz betrachtet – ist, wie wir heute wissen, eine der konzentriertesten natürlichen Q10-Quellen überhaupt.

Das Konzept der Mitochondrien als „Kraftwerke der Zelle“ kannte die TCM natürlich nicht – aber die Verbindung zwischen Herzgesundheit, Energie und bestimmten Nahrungsquellen ist ein Beispiel dafür, wie traditionelles Wissen intuitiv Zusammenhänge erkannte, die die moderne Wissenschaft erst Jahrtausende später erklären konnte.
In dem Ayurverda_Beterskupp_Zutatenwissen

Q10 im Ayurveda und der modernen Ernährungsphilosophie

Tejas – Zellenergie im ayurvedischen Konzept

Im Ayurveda gibt es ein Konzept, das der modernen Vorstellung von Zellenergie erstaunlich nahekommt: „Tejas“ – die subtile Essenz des Pitta-Dosha, die für Transformation, Verdauung und den inneren Feuer-Aspekt des Lebens steht. Nahrungsmittel, die Tejas stärken, werden als besonders belebend und energetisierend betrachtet.

Ghee, rotes Fleisch und Innereien gehören zu den Tejas-aufbauenden Nahrungsmitteln des Ayurveda – allesamt natürliche Q10-Quellen.

Das ayurvedische Konzept der „Agni-Stärkung“ (Verdauungsfeuer) und Tejas-Nährung beschreibt auf metaphorische Weise, was die moderne Biochemie als mitochondriale Energieproduktion versteht.

Coenzym Q10 bei Beterskupp®

Die moderne Forschung_Beterskupp_Zutatenwissen

Was die Forschung sagt

Q10 in den Mitochondrien – der biochemische Schlüssel

Coenzym Q10 wurde 1957 von Frederick Crane aus Rinderherzgewebe isoliert – einem der Q10-reichsten Gewebe des Körpers. Der Name „Ubichinon“ (von lateinisch „ubique“ = überall) wurde gewählt, weil die Substanz buchstäblich in jeder tierischen Zelle vorkommt.

Die zentrale biochemische Funktion von Q10 liegt in der Elektronentransportkette der Mitochondrien – dem letzten Schritt der zellulären Energiegewinnung, bei dem ATP (Adenosintriphosphat) produziert wird. Q10 fungiert dabei als Elektronenüberträger zwischen verschiedenen Proteinkomplexen – eine Funktion, ohne die ATP-Synthese nicht möglich wäre.

Ein wichtiger Aspekt der Q10-Forschung ist die altersabhängige Abnahme: Der körpereigene Q10-Spiegel erreicht seinen Höhepunkt etwa im 20. Lebensjahr und nimmt danach kontinuierlich ab. Gleichzeitig nimmt der Q10-Gehalt im Herzmuskel mit dem Alter besonders stark ab – ein Zusammenhang, der die Herzforschung stark in die Q10-Welt gezogen hat.

Das Wichtigste auf einen Blick

 Q10 = fettlösliches Coenzym, in jeder menschlichen Zelle vorhanden

 Zentrale Rolle in der Elektronentransportkette der Mitochondrien (ATP-Synthese)

 Körpereigene Produktion: Höhepunkt ca. 20. Lebensjahr, danach kontinuierliche Abnahme

 Beste Nahrungsquellen: Innereien (Herz, Leber), Sardinen, Makrelen, Erdnüsse

 Zwei Formen: Ubiquinon (oxidiert) und Ubiquinol (reduziert, aktiv)

Hinweis:

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Empfehlung dar. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an eine Fachkraft deines Vertrauens.

Für Coenzym Q10 sind derzeit keine gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims) gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zugelassen.

Wissenswertes rund um Coenzym Q10

Mit Fett einnehmen

Als fettlösliches Coenzym wird Q10 am besten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen. Die Fettlöslichkeit ist eine chemische Eigenschaft von Q10 – ähnlich wie bei den Vitaminen A, D, E und K.

Herzgewebe als Quelle

Rinderherz ist die konzentrierteste natürliche Q10-Quelle in der Ernährung – mit bis zu 11 mg Q10 pro 100 g. Sardinen und Makrelen sind mit ca. 5 mg pro 100 g die besten Quellen für Fischesser.

Schon gewusst?

Statine – eine der weltweit meistverordneten Medikamentenklassen – können den körpereigenen Q10-Spiegel senken, da sie denselben Stoffwechselweg blockieren, der für die Q10-Synthese nötig ist. Dies ist Gegenstand aktiver Forschung.

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