Selen – 5 spanende Fakten über das kraftvolle Spurenelement
Selen aus Nährhefe (Saccharomyces cerevisiae)
- Beterskupp®
- 5 Minuten Lesezeit
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Selen ist so ein Fall: Ein Spurenelement, das der Körper nur in winzigen Mengen benötigt – und das dennoch an einer Vielzahl wichtiger Körperprozesse beteiligt ist. Entdeckt erst 1817 vom schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius, hat Selen in den letzten Jahrzehnten zunehmend die Aufmerksamkeit der Ernährungsforschung auf sich gezogen.
In diesem Beitrag schauen wir uns an, was Selen so besonders macht, welche Rolle es in der Ernährungsgeschichte spielte und warum organisches Selen aus Selenhefe heute als besonders hochwertig gilt.
Zutat
Selen (als Selenhefe, Saccharomyces cerevisiae)
Besonderheit Selenhefe
Organisch gebunden
Form
Organisch als Selenhefe – Hauptform: Selenomethionin
Selen NRV
55 µg täglich (EU-Referenzwert)
Typ
Essenzielles Spurenelement
EU Health Claims (EFSA)
6 offiziell zugelassenen Gesundheitsaussagen
Vorkommen in der Natur
Parannüsse, Meeresfrüchte, Fisch, Fleisch, Vollkornprodukte, Spargel, Hülsenfrüchte
In Beterskupp® - Produkten ►
Schildtrank+

In der Ernährungsgeschichte
Von der Entdeckung bis zur modernen Ernährungswissenschaft
Selen wurde 1817 entdeckt – und galt zunächst als giftig. Erst im 20. Jahrhundert erkannten Wissenschaftler, dass das Element in kleinen Mengen essenziell für den menschlichen Organismus ist. Dieser Wandel vom Giftstoff zum essenziellen Nährstoff macht die Geschichte des Selens besonders faszinierend.
In selenreichen Regionen der Welt – wie Teilen Nordamerikas, Chinas oder Brasiliens – wurde das Element jahrhundertelang unwissentlich über die Nahrung aufgenommen. Die Parannüsse, die bis zu ca. 90 µg Selen pro Nuss enthalten kann, gilt als bekannteste natürliche Selenquelle der Welt – wobei der Gehalt je nach Herkunft stark schwankt.

In der TCM und asiatischen Ernährungstradition
Mineralien als Träger von Lebensenergie
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wurden Mineralien und Spurenelemente seit Jahrtausenden als wichtige Träger von Lebensenergie (Qi) betrachtet. Obwohl Selen als chemisches Element natürlich nicht namentlich in den alten TCM-Texten auftaucht, spiegelt sich das Wissen um selenreiche Nahrungsquellen in der traditionellen asiatischen Ernährungsweise wider.
In der Ayurveda-Tradition spielen Mineralien unter dem Begriff „Bhasmas“ eine wichtige Rolle – mineralisierte Zubereitungen, die als besonders tiefwirkend galten. Das Konzept der mineralischen Unterstützung für den Körper ist damit fester Bestandteil der indischen Heilkunde.

In der europäischen Ernährungsgeschichte
Ein Element, das lange im Verborgenen wirkte
In der europäischen Ernährungsgeschichte war das Element lange Zeit unsichtbar – nicht weil es keine Rolle spielte, sondern weil niemand wusste, dass es existiert. Erst nach seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert und der Erkenntnis seiner essenziellen Funktion in den 1950er Jahren begann die systematische Auseinandersetzung mit diesem Spurenelement in Europa.
Die Reformhausbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, die auf vollwertige Ernährung und natürliche Nahrungsquellen setzte, erkannte intuitiv die Bedeutung mineralreicher Lebensmittel.
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Was die Forschung sagt
Organisches Selen – warum die Form entscheidend ist
Die moderne Ernährungswissenschaft unterscheidet klar zwischen zwei Formen von Selen: anorganischem (z. B. Natriumselenit) und organischem (z. B. Selenomethionin aus Selenhefe). Organisches Selen, wie es in Selenhefe vorkommt, wird in der Forschung als gut bioverfügbare Form eingestuft.
Selenhefe entsteht, wenn Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae) in einem selenreichen Medium kultiviert wird. Die Hefe baut das Element dabei organisch in ihre Zellstrukturen ein – hauptsächlich als Selenomethionin, eine natürlich vorkommende Aminosäure. Dieses natürliche Einbinden in eine Aminosäure-Struktur ist ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber anorganischen Selenverbindungen.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für Selen mehrere anerkannte Health Claims zugelassen:
✔️ trägt zu einer normalen Spermabildung bei
✔️ trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
✔️ trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
✔️ trägt zur Erhaltung normaler Haare bei
✔️ trägt zur Erhaltung normaler Nägel bei
✔️ trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei
Das Wichtigste auf einen Blick
✓ Selen ist essenziell – der Körper kann es nicht selbst herstellen
✓ Organisches Selen (Selenomethionin) aus Selenhefe: höhere Bioverfügbarkeit als anorganisches Natriumselenit
✓ 6 EU Health Claims (EFSA)
✓ Mitteleuropäische Böden selenarm – Versorgungslücken häufig
✓ EU NRV: 55 µg pro Tag
Hinweis:
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die in diesem Artikel erwähnten Health Claims beziehen sich auf Selen gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Empfehlung dar. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an eine Fachkraft deines Vertrauens.
Wissenswertes rund um Selen
Organisch schlägt anorganisch
Organisches Selen aus Selenhefe (Selenomethionin) und anorganisches Natriumselenit unterscheiden sich in ihrer Molekülstruktur – ein Aspekt, den die Forschung intensiv untersucht.
Natürliche Selenquellen
Schon gewusst?
Selen bei Beterskupp®
Organisch in unserem Schildtrank+
Wir verwenden in unserer Rezeptur organisches Selen aus Selenhefe – 50 µg pro Tagesdosis*, das entspricht 90 % des EU-Referenzwerts. Bewusst haben wir die organische Form aus Selenhefe gewählt – eine gut erforschte Selenquelle, die in der EU für Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist
Schildtrank+ kombiniert das Selen mit Grapefruitkernextrakt, Traubenschalenextrakt und Mariendistelextrakt – eine mit Bedacht zusammengestellte Formel, die seit 2008 in unserer EU-Produktionsstätte nach HACCP-Standard produziert wird.
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